Sie haben einen tollen Chef? Das Klima in Ihrer Firma ist von Respekt und Freundlichkeit geprägt? Der interne Informationsfluss ist perfekt? Glückwunsch, dann brauchen Sie jetzt nicht weiterzulesen.

Einen solchen Artikel hätte ich vor drei Jahren auch überlesen, vor zwei Jahren näher hingeschaut und kurz darauf hätte ich ihn wie eine Ertrunkene verschlungen. So schnell kann es gehen, wenn die Führungsetagen auf Ideen kommen, die nach menschlicher Voraussicht bereits von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind.

Echt zum verzweifeln und Dartpfeile auf Fotos werfen …

Unabhängig von stundenlangen Meetings mit unzähligen Powerpoint-Folien in verdunkelten Räumen, Kick Offs zu Projekten, die im Sand versinken, bevor der erste Meilenstein gesetzt wurde, ewige Monologe der Geschäftsleitungen zu dem fulminanten Start von Projekt x, und das heuchlerische Bedauern über das Ausscheiden von Max Mustermann, den man mit einer lächerlichen Abfindung fünf Jahre vor der Rente überheblich lächelnd entsorgt hatte, und so weiter, und so weiter.

Rache ist bitter … Und leise

Gerne schwebt man dann mit lieben Kollegen in den Sphären des Konjunktivs. Was wäre, wenn …
… wenn der rotgesichtigen Nullnummer bei Tempo 200 der Reifen platzt? Einfach so?
… wenn dem Geschäftsführer die nassgelutschte Zigarre in den Hals rutscht und einfach stecken bleibt?
… wenn der neue Vorgesetzte, der nur so tut, als hätte er Ahnung, aber Aktiva für eine weibliche Sportskanone hält, das nächste Projekt mit Karacho an die Wand fährt? Wird er dann gekündigt, ja? Oh bitte, JA!

Doch es platzen keine Reifen, Zigarren werden nicht verschluckt und das Projekt wird von der Mannschaft gestemmt – wie immer.

Außer …

… jemand schreibt einen Roman, in dem das Alles – und noch ein bisschen mehr – geschehen könnte.

Bitte. Danke. Gern geschehen. Hier ist er, dieser Roman. Haben Sie Spaß!

Ach ja, bevor ich es vergesse …

Lesen Sie den Roman bitte nicht!, wenn Sie sowieso schon mit den Nerven völlig runter sind, weil Sie einen Chef haben, dem sie … Sie wissen schon. Sagen wir einfach , wenn Sie mit einem unerträglichen beruflichen Umfeld zu kämpfen haben, denn der Roman könnte Sie zum Lachen bringen. Und wenn Sie lachen, verdrängen Sie die aktuelle Situation, mit der Sie sich eigentlich auseinandersetzen sollten, oder …  Ach, nicht gut. Oder vielleicht doch?
Und sollten Sie schwarzen Humor nicht mögen, dann lassen Sie besser auch die Finger weg.
Oh, eines noch, es gibt Sex im Roman – nein, kein Porno, dafür gibt es andere künstlerische Schriften … Also Sex, Crime und Liebe. Passt das? Schwarzer Humor und Liebe und … Also nee, echt jetzt. Was würde Ihr Chef sagen?

Wenn Sie dann doch bis hierhin gelesen haben, gehe ich davon aus, dass Sie weder vor einem drohenden Burn-Out stehen noch etwas gegen Liebe und Sex haben.
Na dann …
Bitteschön. KLICK

2 Antworten
    • JoBerger
      JoBerger says:

      Ja, in der Tat, SexSexSex. So ein Roman soll ja auch alle Sinne ansprechen, nicht? Und wenn man schon beim Zwerchfell ist, zum Magen, der sich umdreht, übergeht, können da auch durchaus Schmetterlinge und so weiter eine Rolle spielen. Da fällt mir ein … Hans, der Schmetterling … Den hab ich völlig außen vor gelassen. Hm, ich werde ihm im nächsten Roman einen Auftritt verschaffen.

      Antworten

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