Über Bücher, Buchhandel und Selfpublisher

Verlagsautoren, Selfpublisher, Indieautoren, freie Autoren, Hybridautoren …

Diese Begriffe sind bekannt, allerdings beinahe ausschließlich den Autoren, Verlagen, Buchhandlungen und Buchbloggern.

Und bei den LeserInnen?

Vereinzelt mögen hier diese Bezeichnungen ebenfalls ein Begriff sein. Manche stöbern sich durch die Online-Shops wie Amazon und Thalia (nur um einige wenige zu nennen), manche durch Buchblogs, einige kaufen oder tauschen Taschenbücher auf Empfehlungen aus dem Freundeskreis, andere besuchen ihre Lieblingsbuchhandlung und lassen sich inspirieren, manche streben hier eine gesunde Mischung an – von Allem ein bisschen.

Gewonnen haben die Taschenbücher, die sichtbar sind.

Sichtbar in den Medien, in den Empfehlungen, auf den oberen Rängen 1-40 in den Online-Shops. Und sichtbar in den Buchhandlungen – am besten auf einem der prominenten Tische gleich am Anfang oder in der Mitte des Buchladens der Wahl. Bücher, die irgendwo in einem der hinteren Regale zwischen vielen anderen Titeln platziert sind, haben eine geringere Chance wahrgenommen zu werden. Was vorne liegt und darüber hinaus noch ein Schild wie »Spiegel Bestseller« auf dem Cover trägt, muss gut sein. Dem Bestseller-Emblem und der Positionierung wird vertraut. Außerdem möchte der Mensch gern mitreden können. Auch wenn er gefragt wird: »Hast du auch schon den aktuellen Roman von X gelesen?«, vorausgesetzt, er ist ein Buchmensch, natürlich.

Gleichzeitig hat das Selfpublishing den Ruf, »dilettantenhaft« zu sein.

Manche Blogger geben sogar an, nur Verlagstitel rezensieren zu wollen. Viellleicht, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht hatten, vielleicht, weil auch hier – wie in den Buchhandlungen – noch nicht angekommen ist, dass auch außerhalb der großen Verlagshäuser professionell gearbeitet wird. Mehr und mehr Indieautoren agieren durchaus professionell. Wie ein Verlag kaufen sie Dienstleistungen wie Coverdesign, Lektorat, Korrektorat und Buchsatz ein. Sicher gibt es auch schwarze Schafe. Leider schwärzen diese die Branche in den Köpfen vieler Leser und festigen die Meinung: »Was nicht von einem Verlag kommt, kann nicht gut sein.« Das ist schade.

Für den engagierten Selfpublisher, Indieautoren, freie Autoren, Hybridautoren stellt sich oftmals die Frage:

»Wie also bringe ich meine Taschenbücher in die Buchhandlungen?«

Lokal mag dies in manchen Fällen mit wenig Schwierigkeiten verbunden sein, die Buchhandlung vor Ort legt in den meisten Fällen bereitwillig die Romane des lokalen Schriftstellers aus, wobei die Größe der Ortschaft sicher auch eine Rolle spielt. Der kleine Buchladen in Trösel wird sich tendenziell eher dazu bereit erklären, als eine Buchhandlung in Berlin Mitte.

Zu den Schwierigkeiten für Selfpublisher, sich im Buchhandel zu positionieren, wird und wurde viel geschrieben. An der Stelle verweise ich gerne auf Matthias Mattings sehr informative Seite »www.Selfpublisherbibel.de«:

Im Übrigen: Ich bin ein Hybrid-Autor. Meine Romane werden von einem Verlag  veröffentlich als auch von mir selbst. Mehr hier auf meiner Seite oder auch auf meiner Autorenseite bei Facebook.

Weitere Links

Selfpublishing-Day: Als Selfpublisher in die Buchhandlung

Hybridautor – Modell für die Zukunft